Seghorn AG: eine echte Familienangelegenheit

Die Seghorn AG hat ihren Standort an der Ecke Legienstraße/Stresemanstraße, Bild: Seghorn

Die Seghorn AG hat ihren Standort an der Ecke Legienstraße/Stresemanstraße, Bild: Seghorn

von Nina Svensson
Die Bremer Seghorn AG ist eins der größten Familienunternehmen ihrer Branche, mit rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt Seghorn zu den führenden Inkassounternehmen in Deutschland. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird seit mehr als 40 Jahren bewusst gelebt und ist Teil eines besonders wertschätzenden Miteinanders im Unternehmen. Dort, wo die Angestellten tatsächlich jede Woche einen Blumenstrauß bekommen.
Theresa Gröninger ist Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing bei Seghorn. Sie weiß, wie wichtig das Thema Vereinbarkeit ist, um als Arbeitgeber attraktiv für Fachkräfte zu sein. „Unsere Branche ist leider schlecht beleumundet. Wir suchen zum Beispiel IT-Expertinnen und -experten, da wir unter anderem mit einer eigenen Software arbeiten, die wir stetig weiter entwickeln“, sagt Gröninger. „Aber bei den IT-Fachkräften sind Inkassounternehmen leider nicht die erste Wahl, wenn sie es sich aussuchen können. Dabei bieten wir Flexibilität und spannende Projekte.“

Seghorns Kernleistungen sind Beratung und branchenspezifische Lösungen für das Forderungsmanagement mit Schwerpunkt auf dem Einzug von Versicherungs-, Banken- und Versandhandelsforderungen. Das Unternehmen möchte weiter wachsen und junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen binden. „Darum haben wir ein Innovation Lab gegründet, wo Absolvierende und Doktoranden in Teams neue Marktmodelle entwickeln.“ Seghorn ist im Laufe der Jahre langsam, aber stabil gewachsen. Betriebsbedingte Kündigungen gab es nie. „Im Durchschnitt haben unsere Beschäftigten eine Betriebszugehörigkeit von knapp 18 Jahren, einige sind schon 35 oder 40 Jahre bei uns“, sagt Gröninger. „Das zeigt, dass wir ein guter Arbeitgeber sind, aber somit steht für uns in absehbarer Zeit auch ein Generationswechsel an.“

Seit 2018 „Ausgezeichnet Familienfreundlich“


Um Fachkräfte für Seghorn zu begeistern, stellt das Unternehmen nun auch verstärkt das Engagement für Beruf und Familie in den Vordergrund. Familienfreundlichkeit war schon immer fest im Unternehmen verankert, fast schon eine Selbstverständlichkeit, die es nun nach außen deutlicher präsentiert. So hat Seghorn 2018 das Siegel „Ausgezeichnet Familienfreundlich im Land Bremen“ erhalten und engagiert sich im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“. „Wir haben schon immer eine sehr familienfreundliche Unternehmenskultur gehabt“, sagt Angelina Kipke, Projektleiterin Beruf und Familie bei Seghorn. „Im Rahmen von Zertifizierungen haben wir weitere Rahmenbedingungen geschaffen, damit unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beruf und Privatleben noch besser in Einklang bringen können.“

Beruf und Privatleben: Mehr als Beruf und Familie


Beruf, Familie und Privatleben – die Projektleiterin ergänzt ganz bewusst Familie durch Privatleben. „Nicht jeder hat Kinder oder Eltern, deren Betreuung er oder sie mit seinem Beruf vereinbaren muss. Wir haben auch viele Kolleginnen und Kollegen, die sich stark im Ehrenamt wie zum Beispiel in der Hospizarbeit oder im Sportverein engagieren, und sie werden dabei genauso unterstützt wie Eltern mit Kindern.“
Unterstützung heißt: „Seghorn ist ein Familienunternehmen und ein wertschätzendes Miteinander wurde schon immer auf allen Ebenen gelebt“, sagt Kipke. Wer Probleme bei der Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen oder auch beim Ausüben eines Ehrenamts hat, findet bei Seghorn immer ein offenes Ohr und die Bereitschaft zu helfen. Sei es bei der Führungskraft, beim Betriebsrat, bei der Gleichstellungsbeauftragten oder bei Angelina Kipke als Projektleiterin. „Wir haben keine Formulare oder ähnliches. Es geht immer darum, im ehrlichen Gespräch die Situation zu schildern. Und dann gucken wir gemeinsam, wie wir helfen können.“ Zum Beispiel mit einer Reduzierung der wöchentlichen Arbeitsstunden, mit Kontakten zu Betreuungsangeboten für die Ferien oder zum Pflegestützpunkt.

Jede Woche einen Blumenstrauße auf dem Schreibtisch


Im Gebäude gibt es auch einen Rückzugsraum für Schwangere: ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen und einem Schreibtisch für Kinder, direkt daneben ein Spielzimmer mit Kinderbett und eine kleine Küche. Dieses Büro können junge Eltern oder schwangere Mitarbeiterinnen nutzen, wenn sie in etwas ruhigerer Umgebung arbeiten möchten. „Wer bei uns in Elternzeit ist, wird immer zu allen Firmenveranstaltungen eingeladen, und es gibt regelmäßig Gespräche, damit alle jeweils auf dem Laufenden sind“, sagt Theresa Gröninger. „Der Vorteil als mittelständisches Unternehmen ist, dass wir sehr flexibel sind und vieles möglich machen können.“

Ohnehin ist Seghorn nicht nur familien-, sondern insgesamt einfach mitarbeiterfreundlich: Es gibt schon seit vielen Jahren flexible Arbeitszeiten, sofern die Kernarbeitszeit eingehalten wird. Die Mitgliedschaft beim Firmen-Fitnessprogramm Hansefit wird unterstützt und für alle stehen immer heiße und kalte Getränke zur Verfügung. Im Sommer gibt es an warmen Tagen Eis, außerdem gibt es eine Weihnachtsfeier, Sommerfest, Stammtische und weitere Events.

Besonders charmant sind die Kleinigkeiten, die bei Seghorn eine lange Tradition haben: So bekommen die Angestellten jede Woche Blumensträuße auf ihre Schreibtische gestellt, die wiederum von den Auszubildenden verteilt werden. Zu Ostern und zum Nikolaus gibt es Schokolade, alljährlich zum Freimarkt für jeden einen Berliner und einen Viktoria, und am Valentinstag verteilt der Geschäftsführer persönlich eine Rose. Kleine Gesten für ein wertschätzendes Miteinander bei der Seghorn AG.

Allgemeine Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Land Bremen

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