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Gewerbeentwicklungsprogramm „GEP 2030“ – Entwurf der Leitlinien und Entwicklungsziele öffentlich diskutiert

Kristina Vogt, Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Gewerbeentwicklungsprogramm „GEP 2030“ – Entwurf der Leitlinien und Entwicklungsziele öffentlich diskutiert

Bremen, 24. Januar 2022. Auf einem Ergebnisforum wurden heute die Leitlinien und Entwicklungsziele der zukünftigen Gewerbeentwicklung, die zum Erreichen dieser Ziele erforderlichen Handlungsstrategien mit den hierfür notwendigen Maßnahmen und Instrumenten und wichtige Leuchtturmprojekte öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Kristina Vogt, zuständige Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, machte zur Begrüßung des Ergebnisforums deutlich: „Der Transformationsprozess in der Wirtschaft kann nur mit einer Neuausrichtung der Wirtschaftsflächenentwicklung gelingen“. Bei der Gewerbeentwicklung handelt es sich um einen komplexen Prozess, der ein hohes öffentliches Interesse geweckt habe und einen frühzeitigen und breiten politischen Abstimmungs- und Beteiligungsprozess erforderlich gemacht hat. Die Verständigung der wirtschaftspolitischen Sprecher der Koalition habe dabei die Weichen für das GEP 2030 gestellt.

Die Schlüsselbranchen Automobilbau, Maritime Wirtschaft, Luft- und Raumfahrt, Nahrungs- und Genussmittel, Regenerative Energien, Gesundheitswirtschaft und Logistik sowie das Handwerk und die wissensorientierten Dienstleistungen werden unter Berücksichtigung aktueller und künftiger Megatrends gestärkt und zukunftsorientiert weiterentwickelt. Bremen beschreitet dabei neue Wege in der Gewerbeentwicklung. Die Stadt bekennt sich zum Leitbild einer klimagerechten und wachsenden „produktiven Stadt“.

Hierbei verfolgt Bremen das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung von Wirtschaftsflächen im Rahmen einer integrierten Stadt- und Standortentwicklung. Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen für Erwerbstätige mit allen beruflichen Qualifikationen ist dabei eine maßgebliche Voraussetzung für die Sicherung des sozialen Zusammenhalts.

„Wir unterstützen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und bleiben ein Innovativer Standort“, sagt Senatorin Vogt. „Zentrale Schwerpunktprojekte für den Luft-und Raumfahrtstandort Bremen werden an den Standorten Airport Stadt und Technologiepark weiterentwickelt, neue Projekte wie die „Produktive Stadt“ werden umgesetzt, die interkommunale Zusammenarbeit wird gestärkt und mit dem bereits beschlossenen Konzept „Zukunftsweisende Wirtschaftsstandorte“ finden die Zukunftsthemen Klimaschutz, Klimaanpassung, Biodiversität sowie Arbeitsplatzattraktivität einen breiten Raum. Mit dem jetzt vorliegenden Zielsystem für die zukünftige Gewerbeflächenentwicklung in Bremen bieten wir den Unternehmen eine gesicherte Perspektive für die kommenden Jahre und sichern und schaffen gute Arbeitsplätze.“

Die Sicherung bestehender Gewerbe- und Industriestandorte und deren zukunftsorientierte Weiterentwicklung, die bedarfsgerechte Bereitstellung neuer Gewerbeflächen im Rahmen einer integrierten Stadt- und Standortentwicklung nach nachhaltigen Kriterien, die Verbesserung der Standortbedingungen für zukunftsorientierte Gründungen und Schlüsseltechnologien, eine aktivere Liegenschaftspolitik sowie die Einbindung in eine regionale Gewerbeflächenstrategie sind dabei wichtige Leitsätze, die die Gewerbeentwicklung der kommenden Jahre prägen.

Diese neuen Leitlinien und Entwicklungsziele sind nicht am „Grünen Tisch“ entstanden. Zum ersten Mal wird die Gewerbeentwicklung in einem breit angelegten Dialog mit Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, Unternehmen, Verbänden sowie der Fachöffentlichkeit und durch Unterstützung externer Gutachter geplant.

Mit einem Auftaktforum im November 2019 startete der Zukunftsdialog zur Neuaufstellung des GEP. In drei Fachdialogen zu den Themen Logistik, innovative Zukunftsorte sowie Weiterentwicklung von Bestandsgebieten wurden in unterschiedlichen Formaten wertvolle Anregungen und Hinweise von den Teilnehmenden erarbeitet, die in die Erstellung des GEP 2030 eingeflossen sind und auch die Ergebnisse des heutigen Ergebnisforums werden in die Weiterentwicklung des GEP 2030 einfließen.

Ulrike Wolf und Sandra Wagner-Endres vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin haben gemeinsam mit den Bremer Akteuren den Prozess zur Neuaufstellung des GEP 2030 beschritten, den erfahrenen Blick von außen eingebracht und auf besondere Trends und Herausforderungen der gewerblichen Entwicklung in Bremen fokussiert. „Die kommenden zehn Jahre werden von starken Umbrüchen in der Wirtschaftsstruktur und in der gewerblichen Flächennutzung geprägt sein, die mit den Stichworten Klimaschutz, Strukturwandel, Digitalisierung sowie die ökologische Transformation industrieller Kerne gekennzeichnet sind,“ stellte Ulrike Wolf vom Difu heraus.

Dr. Kühling (Abteilungsleiter Wirtschaft) machte daher deutlich: „Das Gewerbeentwicklungsprogramm 2030 wird für diesen Übergang die Weichen stellen.  Es beschreibt die Rahmenbedingungen, um die Wirtschaftsförderung und die zuständigen Behörden in die Lage zu versetzen, diesen Prozess zu begleiten und die ökologischen wie ökonomischen Herausforderungen zu bestehen.“

 

Wie geht es weiter?

Den Fachdeputationen wird auf der Grundlage des Ergebnisforums ein GEP 2030-Entwurf zur nachfolgenden Befassung der Ortspolitik (Beiräte) vorgelegt. Die Rückmeldungen aus dieser Befassung werden in das GEP 2030 eingepflegt und über den Senat und den Fachdeputationen in der zweiten Jahreshälfte 2022 der Bürgerschaft zur Beschlussfassung vorgelegt.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Projekthomepage www.GEP2030.Bremen.de eingestellt. Dort wird auch die Dokumentation des Ergebnisforums zeitnah zur Verfügung gestellt.

Das Ergebnisforum findet am 19. Januar 2022 in der Zeit von 17 bis 19 Uhr statt. Coronabedingt kann die Veranstaltung leider nur als Videokonferenz durchgeführt werden. Über diesen Link können Sie dem Zoom-Ergebnisforum beitreten:

https://us06web.zoom.us/j/86843670270?pwd=NUc4eW9yengxT2QvOFk4dE04TGxNUT09

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