Die bremische Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren außerordentlich positiv entwickelt. Hierzu hat das im Jahr 2013 beschlossene Gewerbeentwicklungsprogramm 2020 (GEP 2020) einen maßgeblichen Beitrag geleistet.

Damit Bremen als Wirtschaftsstandort weiterhin wachsen kann, bedarf es der Fortschreibung des Gewerbeentwicklungsprogramms mit dem Zeithorizont 2030 (GEP 2030).

Dies soll erstmalig durch einen partizipativen Entwicklungs- und Kommunikationsprozess unter Beteiligung der Fachöffentlichkeit erfolgen. Zur Unterstützung des Prozesses wurde das Büro für Stadt- und Regionalplanung BPW baumgart+partner und das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) eingebunden.
Ergänzend sollen drei vertiefende thematische Studien beauftragt werden, die den GEP-Begleitprozess zu folgenden Themenstellungen der nachhaltigen Gewerbeentwicklungspolitik für Bremen-Stadt flankieren sollen:

  • „Weiterentwicklung der Logistik im GEP 2030 sowie zur Bedeutung der Logistik und von Logistikimmobilien in Bremen“
  • „Nachverdichtungspotentiale in Gewerbegebieten mit vertiefender Betrachtung des Technologieparks Bremen und der Airport-Stadt Bremen“
  • „Gründungen und Startups in Bremen, Flächen- und Immobilienbedarfe für die Zukunft“
Das GEP 2030 wird einen wesentlichen Baustein zur nachhaltigen Stadtentwicklung liefern. Ziel ist es, die gewerbliche Entwicklung vor dem Hintergrund einer zunehmenden Flächenkonkurrenz mittels einer vorausschauenden Handlungsstrategie abzusichern. Die Gewerbeentwicklung soll den guten Wachstumspfad der vergangenen Jahre verstetigen.

Das GEP befasst sich dabei mit den Themen Bestandspflege und -entwicklung, Binnenentwicklung und Nachverdichtung, Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft, Raum für Innovationen sowie mit attraktiven Dienstleistungsstandorten und großen Stadtentwicklungsprojekten. Gleichzeitig erfordert die Flächenkonkurrenz neue Wege in der Stadtentwicklungsplanung, die auch die Gewerbeentwicklungsplanung betrifft. Themen wie die Produktive Stadt und Urbane Produktion sollen daher ebenfalls im Rahmen der Neuaufstellung des GEP 2030 betrachtet werden. Es sollen neue Zukunftsorte entstehen, die Raum und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen für digitale Unternehmen, Startups und die Kreativwirtschaft aber auch Einzelhandel und Handwerk.


Damit das GEP 2030 alle wesentlichen Aspekte der Gewerbeentwicklung berücksichtigt und eine stabile Handlungsgrundlage für die Zukunft darstellen kann, soll es durch fundierte wissenschaftliche Analysen begleitet und in einem breit angelegten Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, Stakeholdern und der Fachöffentlichkeit erarbeitet werden.

Bremen beschreitet neue Wege in der Gewerbeflächenentwicklung: Erstmals wird das GEP in einem breit angelegten Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Unternehmen, Verbänden sowie Fachöffentlichkeit und mit Unterstützung externer Gutachter erarbeitet.“ Nachfolgend ist der aktuelle Zeitplan zum Projekt dargelegt:

Auftaktveranstaltung "Zukunftsdialog"

Den Startschuss bildete die Auftaktveranstaltung am 5. November 2019 im Ecos Office Center am Teerhof

Logistik von Morgen

"Bei der Entwicklung von Logistikflächen spielen insbesondere in einem Stadtstaat wie Bremen, der nur über begrenzte Flächen verfügt, zukünftige Trends eine große Rolle."