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Ausbildungsfonds Bremen: Gemeinsam für die Zukunft

Senatorin Vogt und weitere Personen sitzen an einem Diskussionspodium

Ausbildungsunterstützungsfonds für eine bessere Ausbildung in Bremen

Viele junge Menschen bekommen keinen Ausbildungsplatz, während gleichzeitig viele Betriebe ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können. Mit einem Ausbildungsunterstützungsfonds will Bremen die Betriebe unterstützen und so mehr junge Menschen in die Ausbildung bringen.

Der Bedarf an Fachkräften in Bremen ist heute groß und steigt perspektivisch. Der Anteil der Bewerber:innen ohne Schulabschluss oder mit Berufsbildungsreife ist ebenfalls hoch. Um den Bedarf decken zu können, müssen zukünftig mehr Jugendliche mit mehr Unterstützungsbedarf in den Fokus genommen werden.  

Die Anforderungen an die Berufe nehmen immer weiter zu und die Gesellschaft ist vielfältigen Veränderungen unterworfen. Die Durchführung von Ausbildungen (Rekrutierung, Inhalte, Methoden, Lernortkooperation) werden für die Betriebe komplexer und fordern vor allem kleine Unternehmen mit wenigen Ressourcen. Sie müssen sich auf eine neue Generation an Auszubildenden einstellen und ganz neue Herausforderungen in der betrieblichen Ausbildung meistern.

Der Ausbildungsunterstützungsfonds soll hier greifen. Seine Ziele sind:

  • Erhöhung des Ausbildungsplatzangebots
  • Reduzierung der Anzahl erfolgloser Bewerber:innen
  • Verringerung der Ausbildungsabbrüche in der duale Ausbildung
  • Verringerung des Aufwandes für Unternehmen bei Akquise und Ausbildung
  • Erhöhung der Ausbildungsqualität

Der Fonds soll dabei die ausbildenden Betriebe individuell mit Maßnahmen unterstützen, um ihnen die Implementierung der Ausbildungsmaßnahmen zu erleichtern. Die Maßnahmen können dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Erste Angebote wie die Ausbildungsbegleiter:innen der Kammern gibt es bereits heute schon. Weitere sollen mit den Sozialpartner:innen, Kammern und Betrieben gemeinsam entwickelt werden. Sie integrieren sich dabei in das bereits bestehende Netz an Ausbildungsangeboten in Bremen, wie etwa die Verbund- und außerbetrieblichen Ausbildungen. Auch für die Auszubildenden und Bewerber:innen werden neue Beratungs- und Hilfsangebote geschaffen. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse der Experten-Kommission nun mit den Kammern und Sozialpartner:innen diskutiert. 


Expertenkommission legt Abschlussbericht zum Ausbildungsfonds vor

Am Montag, 30.05.2022, hat die „Expertenkommission zur Einführung eines Ausbildungsfonds“ nach intensiver siebenmonatiger Arbeit ihren Bericht an Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, übergeben. Nach umfangreicher Analyse deutscher und europäischer Umlagemodelle wird von den Expert:innen ein Ausbildungsunterstützungsfonds empfohlen, in den alle Unternehmen einzahlen und von dem alle ausbildenden Betriebe profitieren. Bei der Ausgestaltung des Fonds-Modells flossen die Standpunkte von Kammern, Sozialpartner:innen, Azubis und Unternehmen ein.


Solidarisch: die Finanzierung des Fonds

Der von der Kommission vorgeschlagene Fonds setzt auf ein solidarisches Umlagemodell. Es wird ein kleiner Betrag von allen Betrieben eingezogen, der dann dem Fonds zugutekommt. Durch das solidarische Modell ist die Belastung für die einzelnen Betriebe im Bundesland gering, er bewegt sich voraussichtlich für einen Betrieb mit 10 Mitarbeitenden im unteren dreistelligen Bereich pro Jahr.

Gleichzeitig profitieren alle Betriebe in Bremen vom Fonds, denn durch eine verbesserte Ausbildung steigt das Angebot an qualifizierten Fachkräften in der Region. Bremen wird somit noch attraktiver für Unternehmen wie Arbeitnehmer:innen gleichermaßen.

Die Vorteile des Fonds auf einen Blick:

Für Betriebe:

  • Entlastung von Ausbildungsbetrieben durch unterstützende Maßnahmen
  • individuelle Unterstützung bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen und während der Ausbildung
  • weniger Aufwand für Betriebe durch bedarfsgerechte Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • Ausbildungsaktivität und Fachkräftebedarf sichern (v. a. für kleine Betriebe)
  • Ausbildungsabbrüche verringern
  • Abdeckung des 1. Ausbildungsjahres durch Ausbildungsverbünde
  • Finanzierung der Berufsschultage

Für Bewerber:innen:

  • mehr Ausbildungsplätze
  • bessere Ausbildungsqualität
  • höhere Erfolgschancen
  • individuellere Angebote

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